Von der Demütigung bis zur Zerstörung des Subjekts – Über die Entsubjektivierung in der Shoah

Wie lässt sich das System der nationalsozialistischen Konzen­trationslager und der Shoah als System der ­Entsubjektivierung begreifen? Die in den Lagern eingeschriebene Logik der permanenten
Androhung von Vernichtung diente dazu, die Opfer aus einer ›allgemeinen Menschheit‹ auszuschließen. Ihnen wurden dabei grundlegende Handlungsfreiheiten und Kontrollmöglichkeiten geraubt. Es war angesichts der praktizierten und institutionalisierten Formen von Demütigung die klare Absicht der Nazis, bei den Inhaftierten eine ›Entsubjektivierung‹ herbeizuführen.

Besonders der Zusammenhang und Übergang zwischen Demütigung und Entsubjektivierung sind hierbei zentral.
Bisherige Studien legen einen anderen Fokus und behandeln entweder Demütigung oder sprechen vordergründig vom Phänomen der Entsubjektivierung. In diesem Buch wird jedoch argumentiert, dass im Kontext der Shoah sowohl Demütigung als auch Entsubjekti­vierung nur in Verbindung miteinander verstanden werden können.

Buchpräsentation und Diskussion mit der Autorin Anna Klieber

Solidarität statt Kampf gegen Arme!

Achtung! Aus aktuellem Anlass eine Programmänderung! „Bandsalat – Movienight mal anders“ wird verschoben (t.b.a. – wahrscheinlich an einem Freitag im Rahmen der Bibliothek von und und dem Archiv der sozialen Bewegungen / Wien). Weil der Wiener „Sozial“stadtrat (SPÖ) verschärftes Vorgehen gehen Bettler_innen angekündigt hat und von allen Ecken und Enden Bettelverbote gefordert oder befürwortet werden, wollen wir das Thema aufgreifen. Mit aller Wut auf diese scheinheilige Gesellschaft.

Solidarität statt Kampf gegen Arme!

Der verschärfte Kampf gegen Arme ist in der “besinnlichen Zeit” in Österreich mittlerweile fast zur “liebgewonnene Tradition” geworden. Statt Ursachen von Armut zu bekämpfen wird gegen Arme vorgegangen. Mit Drohungen, Verboten, Verdrängung, Polizei und Strafen. Während bei “Licht ins Dunkle” die eigene Nächstenliebe gefeiert wird, geht die Stigmatisierung Armer locker von den Lippen. Mit Boulevard gerechter Hetze mit Begriffen wie “Bettelmafia” wird Stimmung gemacht gegen Bettler_innen und Arme. Diese Stimmung wird genutzt um repressivere Gesetze durchzubringen. Nebenbei wird auch gleich auch die “Sozialschmarozer” Debatte bedient und Angst vor dem “sozialen Abstieg” geschürt. Praktisch, denn wer Angst hat bleibt gefügig im Hamsterrad der Verwertungslogik.

Der Kampf gegen Arme ist Teil eines Klassenkampfes von Oben. Solidarität ist angesagt! Wie können wir diese praktisch im Alltag umsetzen? Ohne in die Charity Schiene zu fallen? Was kann eins dieser Stimmungsmache und dem wachsenden Tendenz der Entsolidarisierung entgegensetzen?

Inputs & Diskussion mit Bettellobby Wien

Kontakt

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SuB23 – Salon unter der Brücke
|: Den Normalzustand in Frage stellen!

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vor-ort
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|: Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien
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|: geoeffnet von 18:00 – 23:00 Uhr
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SuB23 – Der Salon unter der Brücke lädt ein!

Schon lange ist der Mittwoch Abend in der w23 ein fixer Bestandteil linker Szenen Wiens. Fast jede Woche entsteht hier ein Raum für linksradikale und queer-feministische Debatte. Der Salon unter der Brücke ist ein Raum, in dem wir Informationen und Wissen miteinander teilen, Themen diskutieren, die uns wichtig sind, emanzipatorische Polit-Arbeit machen – oder einfach nur eine gute Zeit verbringen mit Freund*innen und allen, die es noch werden wollen.

Um diesen Raum zu gestalten braucht es viele helfende Hände. Menschen die sich um die Organisation von Veranstaltungen und die Programmplanung kümmern, den gemütlichen Rahmen (hungrig und durstig diskutiert es sich nicht gut ;)) in der w23 mitgestalten und bei der Bewerbung – egal ob online oder offline – helfen.

Es gibt immer viel zu tun, darum möchten wir alle Interessierten einladen sich am Salon unter der Brücke zu beteiligen, mitzuplanen und Ideen beizusteuern. Kommt auf unser offenes Treffen am 4.12. 18:00 in die w23.

Kritik am Gewaltschutzpaket

Als Ergebnis der Task Forces Straf- und Opferrecht hat die türkis-blaue Regierung ein Gewaltschutzpaket präsentiert. Die Maßnahmen wurden noch vor den Neuwahlen als Gesetzesinitiative dem Nationalrat vorgelegt und mit einfacher Mehrheit von ÖVP und FPÖ beschlossen. Auf die wirklich drängenden Probleme im Gewaltschutzpaket liefert das Gesetzespaket aber kaum Antworten. Gewaltschutzexpert_innen, Richter_innen, Staatsanwält_innen haben das Gesetz als unausgereift kritisiert. Aber was genau wurde eigentlich beschlossen? Und was ändert sich nun an den existierenden Gesetzen? In einem kurzen Input wird werde ich einen Überblick über das Gewaltschutzmodell in Österreich geben und aus feministischer Sicht auf die zentralen Kritikpunkte am Gesetzespaket eingehen. In der anschließenden Diskussion können wir offene Fragen klären und über mögliche Strategien des Widerstands diskutieren.

Die Vortragende hat Publizistik, Gender Studies und Soziologie studiert, ist seit mittlerweile 10 Jahren in diversen feministischen Kontexten aktiv (u.a. im Frauenring, der Dachorganisation von Frauen*vereinen in Österreich) und arbeitet im Gewaltschutzbereich.