Kontakt

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SuB23 – Salon unter der Brücke
|: Den Normalzustand in Frage stellen!

on-line
|: sub23.info
|: mailto: salonunter@riseup.net

vor-ort
|: w23
|: Wipplingerstrasse 23, 1010 Wien
|: (die Stiege halb hinunter)

|: Veranstaltungsbeginn: 19 Uhr
|: geoeffnet von 18:00 – 23:00 Uhr
|: Kein Eintritt. Kein Konsumzwang.

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|: Instagram: @salonunter
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Barriere Informationen

Barrieren / Barriers

Leider ist die w23 das Gegenteil von barrierefrei: Sie ist nur über steile Treppen zu erreichen und auch die WCs sind nicht rolli-tauglich. Wir können dafür keine befriedigende Lösung anbieten. Ein WC ist F*L*I*N*T* only, eines All Genders. Beide sind Sitzpinkler_innen WCs. Alle sub23 Veranstaltungen sind rauchfrei. Weitere nicht-bauliche Barrieren bemühen wir uns abzubauen (z.B. sprachlicher Art), müssen aber zugeben, dass wir dabei auf Ressourcen-Grenzen sowie auf Barrieren in unseren Köpfen stoßen. Wenn der Zugang für euch schwierig ist, bitten wir euch, mit uns in Verbindung zu treten, damit wir uns gemeinsam Möglichkeiten überlegen können.

Unfortunately the w23 is not free of barriers: You can get to the location only through steep stairs and also the toilets are not wheelchair accessible. We cannot find any satisfying solution for this constructional circumstances. One of the toilets is for Women*, Lesbians*, Inter*, Nonbinary* and Trans* persons only, the other one is all genders. Both toilets are without urinals. All sub23 events are smoke free. We strive to diminish all non-constructional barriers (e.g. speech), but still have to say that we are learing by doing. If access is difficult to you, you are very welcome to contact us and we will try to find the best possibilities together.

SuB23 – Salon unter der Brücke

SuB23 – den Normalzustand in Frage stellen

Der wöchentliche Salon unter der Brücke in der w23 ist ein Raum, in dem wir Informationen und Wissen miteinander teilen, Themen diskutieren, die uns wichtig sind, emanzipatorische Polit-Arbeit machen – oder einfach nur eine gute Zeit verbringen mit Freund*innen und allen, die es noch werden wollen.

Wir sind ein linksradikales und queer-feministisches Kollektiv, das lustvoll und solidarisch den „herr“schenden gesellschaftlichen Normalzustand in Frage stellt. Wir lehnen jede Form von Diskriminierung und übergriffigem Verhalten ab und plädieren für ein gutes, selbstbestimmtes, buntes und lautes Leben für alle, und zwar unabhängig von Geschlecht, Sexualität, Hautfarbe, Nationalität etc. Der Salon unter der Brücke bietet deshalb vor allem auch jenen Personen und Positionen eine Bühne, die durch diesen Normalzustand unsichtbar gemacht und zum Schweigen gebracht werden.

Wir sind (partei)politisch unabhängig und erhalten keine regelmäßigen Förderungen. Der Salon unter der Brücke ist, wie die w23, unkommerziell und frei von Konsumzwang. Eintritt gibt es selbstverständlich nie!

Hier kannst du dich mit Gleichgesinnten vernetzen, viele Menschen aus den linken Szenen Wiens kennenlernen und dich in ungezwungenem Rahmen mit Themen auseinandersetzen, die sonst (zu) wenig Platz bekommen. Wenn du gerade keine Lust auf Veranstaltung hast, ist das auch kein Problem: Der andere Raum gibt Platz zum (leise) plaudern.

Du kannst bei uns ganz unkompliziert deine Veranstaltung oder dein Thema im oben beschriebenen Sinn unterbringen oder einfach mal mit uns das rundherum für einen Abend organisieren.
Wir freuen uns auf dich bei einem unserer monatlich stattfindenden, offenen Treffen! Alle aktuellen Infos unter sub23.info!

 

Wie alles begann.

dasque[e)r heißt jetzt „Salon unter der Brücke 23“

Warum nicht mehr dasque[e]r?
Einige von euch sind vielleicht verwundert, warum sich dasque[e]r (nach all den Jahren) nun umbenannt hat. Zunächst eine Entwarnung: wir verstehen uns noch immer als genauso queer-feministisch wie davor! Der Begriff „queer“ weist viele Facetten und unterschiedliche politische Auffassungen und Praxen auf. Manche davon teilen wir, manche aber auch nicht. Mit anderen queer-feministischen Ansätzen verbindet uns jedoch die grundlegende Auffassung, dass weder Heterosexualität noch Zweigeschlechtlichkeit „natürlich“ sind und dass ihre Überwindung als gesellschaftliche/r Norm bzw. Zwang Teil jeder emanzipatorischen Politik sein muss.
Trotz vieler personeller Wechsel blieb die queer-feministische Ausrichtung über die Jahre hinweg eine wichtige Konstante unserer Programmgestaltung. Es mag dabei geholfen haben, dass diese bereits im Namen ein Stück weit festgeschrieben war.

Dennoch gab es gerade aus queer-feministischen Kontexten auch immer Kritik an unserer bisherigen Selbstbezeichnung. Vor allem, dass diese einen missverständlichen Eindruck erwecken könne, beim dasque[e]r würde es sich überwiegend um einen Zusammenschluss von bzw. für LGTBIQ*-Personen (und entsprechende Themen) handeln. All jene, die uns kennen, wissen jedoch, dass dies nur zum Teil zutrifft.

Wie queer sind wir?!

Die bewusste Auseinandersetzung mit Geschlechterverhältnissen war immer wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses (sei es im Rahmen der Programm- und Raumgestaltung sowie des politischen und persönlichen Umgangs miteinander). dasque[e]r war jedoch nie überwiegend ein Zusammenschluss von bzw. für LGTBIQ* Personen. Vielmehr handelt es sich bei que[e]r eigentlich von Anfang an um ein relativ offenes linksautonomes und feministisches Veranstaltungskollektiv.
Zudem besteht der Anspruch, die Räumlichkeiten nicht nur selbst zu bespielen, sondern diese auch umgekehrt für andere verfügbar zu machen. Die Eröffnung von (möglichst niederschwelligen) Partizipations- und Austauschmöglichkeiten sowie Ressourcen war seit der Entstehung ein wesentlicher Teil des kollektiven Selbstverständnisses. (Vor allem für jene, die nicht-männlich, nicht-cis, nicht-weiß, prekär, etc. sind.)

Aber gerade weil das que[e]r – etwa im Vergleich zu einer „klassischen“ Politgruppe – eigentlich immer schon ein eher loser (und zu manchen Zeiten mitunter diffuser ;)) Zusammenschluss war, war er auch nie besonders queer im Speziellen. Ganz im Gegenteil waren „die Heten“ und Cis-Personen eigentlich meist in der Überzahl. Zwar wurde immer wieder versucht, diverse Ausschlussmechanismen zu reflektieren bzw. heteronormativen Mechanismen entgegenzuwirken; sich selbst in irgendeiner Art und Weise als queer zu definieren war jedoch nie ein Kriterium, um mitwirken zu können.

Auch bezüglich der Programmgestaltung lässt sich ein Schwerpunkt auf queere Themen nur zum Teil ausmachen, da wir uns mit einer Reihe von gesellschaftskritischen bzw. linken Themen befassen. Nicht zufällig war der Hinweis, sich in einem umfassenderen Sinne „quer“ zu den Verhältnissen stellen zu wollen, ebenso Teil des Namens.

Wie kam die Bezeichnung als „dasque[e]r“ zustande?

Zur Zeit der Gründung des Kollektivs (vor ca. 20 Jahren) war der Name zunächst vor allem der Ausdruck einer Gegenpositionierung zu einer antifaschistischen/linken Theorie und Praxis, die sich zwar selbst als emanzipatorisch wähnte, (queer-)feministische Themen und Kritik aber dennoch gerne ausblendete.
Wir denken nicht, dass sich an diesem Umstand derart viel geändert hat, dass seine Problematisierung ad acta gelegt werden könnte. Anhand von unserer Namensgeschichte zeigt sich aber auch, wie sehr sich im deutschsprachigen Raum der Begriff „queer“ zunächst über feministische Theorien und Praxis angeeignet wurde.
Seit geraumer Zeit hat die Bezeichnung „queer“ jedoch auch in unseren Breiten verstärkt in den Mainstream Einzug gefunden. Vor allem als positive (Selbst-)Bezeichnung der eigenen Identität sowie damit verbundener Lebenskonzepte bzw. „Lifestyles“, die jedoch nicht (mehr) zwingend mit einem expliziten (gesamt)politischen Anspruch einhergehen müssen. Egal wie derartige Entwicklungen nun bewertet werden, wir glauben, dass sich auch darum der Begriff „queer“ nur mehr bedingt als isoliertes Schlagwort „von selbst“ erklärt bzw. eignet (zumindest nicht für unsere Zwecke).

In diesem Sinne können wir die Kritik an unserer früheren Selbstbezeichnung als dasque[e]r nachvollziehen. Weshalb wir uns für eine Namensänderung entschieden haben. Und zwar in:

Salon unter der Brücke (in der W23). Oder kurz: SuB23.

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Warum „Salon unter der Brücke“?

Im Salon …

Ein Salon (bzw. eine Salongesellschaft) stellt weder einen kommerziellen noch einen privaten Raum dar.
Er ist ein nach außen geneigter, aber kein völlig offener Raum.
Ein Raum des Austausch mit anderen, aber auch ein Schutzraum vor anderen.
Der Salon ist ein Raum für Gleichgesinnte (und solche, die es werden wollen).

Mit der Bezeichnung „Salon“ wollen wir außerdem an eine Tradition der queer-feministischen Salonkultur anschließen. Salons waren Schauplätze einer Gegenkultur, die versuchten, innerhalb des Bestehenden Freiräume und Orte des kritischen Denkens zu etablieren. In den 1930er-Jahren wurden durch den Nationalsozialismus weite Teile dieser Kultur vernichtet, zusammen mit den Menschen, die sie hervorgebracht haben, darunter viele Jüdinnen und Juden. Der Bezug auf die Salons dient uns als Sinnbild, dass es – so lange die Verhältnisse keine besseren geworden sind – Versuche von Frei- und Schutzräume braucht. Und weil es sie braucht, diese immer unvollkommen und umkämpft bleiben werden.

Unter der Brücke …

Die Bezeichnung „Unter der Brücke“ bezieht sich zunächst auf unsere räumliche Situation: Der Eingang zur Wipplingerstraße 23 befindet sich eben unter der Brücke, die über den Tiefen Graben führt. In einem weiteren Sinn verweist sie auch auf den Umstand, dass, egal welche subkulturellen Räume wir uns zunächst „im Kleinen“ schaffen, die gesamtgesellschaftlichen Widersprüche ungelöst bleiben. Und so bleiben auch wir im Salon letztendlich unter der Brücke. Oder anders ausgedrückt, der Salon unter der Brücke existiert nur aus einem Grund: um sich selbst abzuschaffen.

Zu guter Letzt hat uns auch amüsiert, dass sich genau über uns auf der „Hohen Brücke“ das Büro der Klassenlotterie befindet 😉

Darum: Willkommen im Salon unter der Brücke (SuB23)!